Seit den 2010er Jahren ist öffentlich bekannt geworden, dass in venerologischen Stationen der DDR nicht
nur medizinische Behandlungen von Geschlechtskrankheiten erfolgten, sondern dass in solchen Einrichtungen Mädchen und junge Frauen mittels unnötiger medizinischer Untersuchungen, Freiheitsentzug und anderer Strafen misshandelt worden sind. Viele der Geschädigten leiden bis heute unter körperlichen und psychischen Folgen. Auch in Berlin Friedrichshain (Nordmarckstraße 15, heute Fröbelstraße) und Berlin-Buch (Städtisches Krankenhaus Berlin-Buch, Haus 114 C) gab es zu DDR-Zeiten solche geschlossenen venerologischen Stationen. Eine Besonderheit der Station Berlin-Buch ist, dass hier Kosmetiktests an den zwangseingewiesenen Patientinnen durchgeführt wurden.
Wie wird dieser Teil der Geschichte aufgearbeitet und wie werden die Betroffenen entschädigt? Wir fragen nach.
